Freie Trauung
Bitte was?!

Freie Trauung

Vielleicht habt ihr schon glasklare Vorstellungen von einer/ eurer Freien Trauung. Vielleicht habt ihr auch schon eine (hoffentlich gelungene) Freie Trauung erleben dürfen. Vielleicht aber ist da auch noch ein großes Fragezeichen in eurem Kopf. Keine Angst, das dröseln wir miteinander Stück für Stück auf… and here we go!

Was genau ist eigentlich eine Freie Trauung?

Freie Trauung bedeutet eigentlich nichts anderes, als feierlich „Ja“ zueinander zu sagen (und zwar nicht nur in der bürokratischen Form des Standesamtes). Sich ein Versprechen geben, Ringe tauschen, weinen, lachen und feiern… bloß eben nicht in der Kirche- sondern frei. Wann immer, wo immer und wie immer ihr euch das wünscht. Das kann, muss aber nicht zwangsläufig unter freiem Himmels stattfinden. Wobei ich gestehe, das Himmelszelt und ein paar Berge (und damit sind wir hier im Allgäu ja gesegnet) sind für mich die schönste Kulisse ;-).

...und wieso wünschen sich Paare eine Freie Trauung?

Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Der Grundlegendste ist wohl: weil sie es schön finden, die Trauung nach ihrem Geschmack zu gestalten und eine sehr persönliche Zeremonie mit den Gästen feiern wollen.

Meine Paare wollen das gewisse etwas „mehr“ zum Standesamt. Es sind diejenigen, die nicht mehr kirchlich heiraten dürfen oder wollen, weil sie zum Beispiel sonst auch nicht in die Kirche gehen und authentisch bleiben wollen. Oder weil sie homosexuell sind. Oder weil sie sich wünschen, sich auf einem Berggipfel in der Natur das Jawort zu geben. Gründe gibt es Viele…und was auch immer dahinter steckt: mit der Freien Trauung habt ihr eine wundervolle und gleichberechtigte Alternative gefunden!

Freie Trauung Allgäu 2
Trauredner freie Trauung 2

Wie läuft eine Freie Trauung denn nun so ab?

Nach euren Vorstellungen und Wünschen natürlich! Das ist ja das Schöne daran. Sicher, ich hab einen roten Faden und eine Orientierungshilfe an der Hand, damit die Feier auch eine runde Sache wird- anhand dessen können wir uns entlanghangeln, dazubasteln und rausstreichen was gefällt und was nicht. So wird der Ablauf immer mehr zu eurem! Viele Kleinigkeiten und Ideen können eine solche Trauung ungemein bereichern. Wollt ihr eine Kerze anzünden und an jemanden denken, den ihr vermisst? Überlegt ihr euch ein eigenes Eheversprechen, ein paar berührende Worte, die ihr euch sagen wollt? Beteiligen sich eure Freunde während der Zeremonie? Bringt der Hund die Ringe? Kein Wunsch ist zu verrückt und keine Vorstellung zu abwägig, solange ihr euch wohl damit fühlt.

Wie erklären wir das bloß Oma Berta?

Es ist oft die größte Sorge der Brautpaare, dass sie mit ihrer Form zu feiern auf Kritik oder gar Ablehnung stoßen. Schließlich hat man „so“ doch noch nie geheiratet! Wo bleibt da die Tradition und was bitte soll das überhaupt neumodisches sein, eine Freie Trauung? Meistens schwingt da Unsicherheit und Unkenntnis mit. Viele können sich unter dem Begriff einfach nicht wirklich etwas vorstellen und haben selbst noch keine Freie Trauung erlebt. Das sollte euch aber nicht belasten. Erstens lassen sich bei einer Freien Trauung wunderbar Traditionelle mit Modernen Elementen verbinden (falls euch das wichtig ist), zweitens heiratet nicht Oma Berta. Ihr steckt viel Zeit, Vorbereitungen, Träume und Wünsche (und ja, auch Geld :)) in eure Hochzeit- sollte sie da nicht auch zu 100% euren Vorstellungen entsprechen? Und ich kann euch beruhigen: oft ist es gerade Oma Berta, die nach der Trauung zu mir kommt und sagt: „Das ist ja viiiel schöner, als ich mir das vorgestellt habe!“

Fakt ist, dass immer mehr Menschen sich für diese Form der Trauung entscheiden und wenn ich eine Zukunftsprognose abgeben müsste, dann würde ich sagen: in 10 Jahren wundert sich keiner mehr darüber!